Am 9. und 10. September stand im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf die betriebliche Elektromobilität im Mittelpunkt. Henning Heise, Obmann des Fuhrparkverband Austria (FVA), erläuterte im Rahmen einer Podiumsdiskussion, wie Elektrofahrzeuge in Fuhrparks integriert werden können und worauf Unternehmen dabei achten müssen.
Schon einen Tag nach der eMOKON 2026 ist sicher: Die Veranstaltung rund um betriebliche Elektromobilität war ein voller Erfolg. Mit über 80 Ausstellern und 107 Fahrzeugen verschiedener Hersteller war die heurige Ausgabe der eMOKON die größte bisher. Den Teilnehmern wurde neben den Ausstellungen und Testfahrtmöglichkeiten auch inhaltlich viel geboten – etwa bei informativen Vorträgen und spannenden Podiumsdiskussionen.
FVA als Mitveranstalter
Der große Erfolg der eMOKON erfreut auch den FVA, der als bereits zum siebten Mal als Co-Veranstalter der eMOKON auftritt. Zusammen mit Helmut-Klaus Schimany vom Bundesverband eMobility Austria baut Marcella Kral, Obmann-Stellvertreterin des FVA, das Veranstaltungsprogramm auf und trägt damit wesentlich zum Erfolg der eMOKON bei. Zudem moderierte Marcella Kral das Fachpanel zu den operativen Herausforderungen bei ePKW und eNutzfahrzeugen – der FVA versteht sich dabei ausdrücklich als Dienstleister für die Fuhrparkverantwortlichen, nicht als Veranstalter mit Verkaufsinteresse.
Obmann Henning Heise als Experte bei Fachpanel
Als Obmann des FVA vertrat Henning Heise auf dem Podium die Sicht der Anwenderseite, also jener Betriebe, die die Umstellung im Alltag tatsächlich stemmen müssen. Im Zentrum standen jene Aspekte, die über Erfolg oder Misserfolg einer Elektrifizierung entscheiden: eine belastbare TCO-Berechnung, das Wissen um steuerliche Rahmenbedingungen wie den neuen Sachbezug für E-Dienstwagen, oder die Wichtigkeit von praxistauglichen Car Policies. Die Kernaussage: Den Umstieg auf E-Mobilität sollte man nicht dem Bauchgefühl überlassen, sondern auf fundierte, nachvollziehbare Entscheidungen stützen.
Da die Umstellung auf die Elektromobilität besonders für Speditionen mit großen Investitionen und damit auch unternehmerischen Risiken verbunden ist, verwies Heise ganz besonders auf die Wichtigkeit der Planungssicherheit in Bezug auf Gesetze, Verordnungen und anderen Rahmenbedingungen.
Genau dafür schafft der FVA die Grundlagen. Mit seinen Befragungen zu Sachbezug, TCO und zur Rolle des Dienstwagens als HR-Instrument macht der Verband sichtbar, wie Fuhrparkverantwortliche diese Fragen einschätzen. Das Netzwerk aus rund 100 Betrieben, die zusammen über 23.000 Fahrzeuge verwalten, bildet dafür die Datenbasis und ist gleichzeitig die Anlaufstelle für Fragen, auf die Mitglieder während ihrer täglichen Arbeit treffen.
Ausstellerempfang bei ÖAMTC mit Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
Über das Panel hinaus brachte der FVA seine Anliegen auch direkt in die politische Diskussion ein. Im Rahmen des ÖAMTC-Ausstellerempfangs am Vorabend des ersten eMOKON-Tages hatte Henning Heise die Möglichkeit mit Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, über den Sachbezug für E-Dienstwagen zu sprechen. Dabei wies Heise auf die Ergebnissen aus zwei FVA-Befragungen hin, die er dem Minister zur Ansicht weiterleiten wird.
In der Erhebung zur geplanten Besteuerung ab 2027 gaben mehr als 70 Prozent der befragten Fuhrparkverantwortlichen an, ihre Beschaffung von Elektrofahrzeugen zu bremsen, zu pausieren oder zu überdenken. Zwar halten rund 98 Prozent der Befragten den Dienstwagen weiterhin für ein attraktives Instrument der Mitarbeitergewinnung und -bindung. Allerdings hängt seine Attraktivität direkt am Steuerrecht, und damit am Sachbezug.
„Elektromobilität funktioniert im Betrieb dann, wenn Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Einsatzprofil zusammenpassen. Es gibt nicht die eine Lösung für alle, sondern für jeden Fuhrpark die passende. Der Fuhrparkverband Austria unterstützt Unternehmen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Henning Heise, Obmann Fuhrparkverband Austria


