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Steigende Spritpreise im Griff behalten

Veröffentlicht am 21. April 2026

Fünf Sofortmaßnahmen für Ihren Fuhrpark

Die Kraftstoffpreise steigen strukturell, getrieben durch CO₂-Bepreisung, geopolitische Unsicherheit und regulatorische Maßnahmen. Für Unternehmen mit Fuhrpark ist das keine Momentaufnahme, sondern eine dauerhafte Kostenverschiebung.

Die folgenden fünf Maßnahmen sind sofort umsetzbar und bringen spürbare Effekte. Nutzen Sie diesen One-Pager als Arbeitsgrundlage für Ihr nächstes Meeting mit Ihrem Fuhrparkleiter, dem Controlling oder dem Einkauf – oder als Checkliste für Fuhrparkleiter für die kommenden Wochen.

  1. Tankstrategie statt Tankgewohnheit

Was konkret zu tun ist: Eine schriftliche Tank-Policy festlegen: Welche Tankstellen-Marken sind freigegeben, wo wird im Regelfall getankt, wann sind Autobahntankstellen die Ausnahme, wie wird dokumentiert.

Warum es wirkt: Die Preisdifferenz zwischen günstigster und teuerster Tankstelle auf einer typischen Strecke liegt häufig bei 15–20 Cent pro Liter. Bei 30 Fahrzeugen mit durchschnittlicher Jahresfahrleistung summiert sich das schnell auf einen fünfstelligen Betrag pro Jahr.

Weiterführend im FVA: Muster-Policies und arbeitsrechtliche Fallstricke sind regelmäßig Thema in unseren Arbeitsgruppen. Bei konkreten Fragen stehen unsere Experten zur Verfügung.

  1. Tankkarten-Audit: Die letzten sechs Monate auf den Tisch

Was konkret zu tun ist: Sämtliche Tankkarten-Abrechnungen der letzten sechs Monate fahrzeugbezogen auswerten: Verbrauch pro 100 km, Tankhäufigkeit, Tankorte, Uhrzeiten etc. Und Auffälligkeiten systematisch nachgehen.

Warum es wirkt: In nahezu jedem Fuhrpark finden sich Muster, die vorher unsichtbar waren: Fahrzeuge mit 20–30 % Mehrverbrauch gegenüber Herstellerangabe, untypische Tankvorgänge, überteuerte Tankorte. Allein das Schließen dieser Lücken bringt erfahrungsgemäß 5–10 % Einsparung.

Weiterführend im FVA: Welche Abweichungen sind normal, welche kritisch? Im Mitgliederkreis teilen wir Benchmarks und Erfahrungswerte, die kein internes Reporting allein hergibt.

  1. Fahrertraining: Der Hebel mit dem besten ROI

Was konkret zu tun ist: Ein halbtägiges Eco-Driving-Training für alle Vielfahrer ansetzen – idealerweise als wiederkehrendes Format, nicht als Einmalmaßnahme.

Warum es wirkt: Professionelle Eco-Driving-Trainings erzielen dokumentiert 5–15 % Verbrauchsreduktion, mit nachhaltigem Effekt bei einem relevanten Anteil der Fahrer auch Monate nach dem Training. Das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aller kurzfristigen Maßnahmen.

Weiterführend im FVA: Der FVA vermittelt geprüfte Trainingsanbieter und begleitet bei der Auswahl. Peer-Empfehlungen aus dem Mitgliederkreis sparen die zeitintensive Eigenrecherche.

  1. Quartalsreporting an die Geschäftsführung

Was konkret zu tun ist: Einmal pro Quartal ein strukturiertes Fuhrpark-Reporting an die Geschäftsführung: Gesamtkosten, Kosten pro Kilometer, Top-5-Kostentreiber, Spritpreis-Entwicklung, geplante Maßnahmen – auf maximal zwei Seiten.

Warum es wirkt: Was reportet wird, wird gemanagt. Sobald Fuhrpark-KPIs auf Geschäftsführungs-Ebene sichtbar sind, verändert sich die Prioritätenlage im Unternehmen. Die strukturelle Voraussetzung dafür, dass operative Maßnahmen überhaupt Wirkung entfalten können.

Weiterführend im FVA: Welche Kennzahlen gehören wirklich in ein GF-Reporting? Wir stellen Reporting-Templates und Benchmarks zur Einordnung der eigenen Zahlen zur Verfügung.

  1. Beschaffung: TCO statt Listenpreis

Was konkret zu tun ist: Ab der nächsten Beschaffungsentscheidung keine Fahrzeuge mehr nach Listenpreis oder Leasingrate vergleichen, sondern nach Total Cost of Ownership über die gesamte Haltedauer – inklusive realistischer Verbrauchswerte, Wartung, Restwert, Steuer und Versicherung.

Warum es wirkt: Ein um € 3.000 günstiger angeschafftes Fahrzeug kann über vier Jahre hinweg € 8.000 teurer sein, wenn der Realverbrauch um 1,5 Liter höher liegt. Jede heute nach Listenpreis getroffene Entscheidung wirkt mehrere Jahre in die Bilanz.

Weiterführend im FVA: TCO-Rechnung sauber aufzusetzen ist nicht trivial. In unseren Workshops und im Austausch mit anderen Mitgliedern entstehen belastbare Annahmen für Verbrauch, Restwerte und Antriebsmix.

Kurz zusammengefasst

Die Spritpreise werden nicht auf das Niveau vor wenigen Jahren zurückkehren. Wer jetzt handelt, sichert sich Spielraum. operativ wie strategisch. Die fünf Maßnahmen lassen sich einzeln angehen, entfalten ihre volle Wirkung aber am besten im Zusammenspiel.

Unser Vorschlag: In den nächsten 90 Tagen drei dieser Maßnahmen anstoßen – idealerweise Punkte 1, 2 und 4. Damit ist die Basis geschaffen, auf der alle weiteren Schritte aufbauen.

Fragen zur Umsetzung?

Der FVA begleitet seine Mitglieder durch Workshops, Arbeitsgruppen und individuellen Erfahrungsaustausch bei allen fünf Maßnahmen. Melden Sie sich bei Fragen oder Ideen gerne direkt im Sekretariat.

Fuhrparkverband Austria      office@fuhrparkverband.at

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