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Umfrageergebnisse „bidirektionales Laden im Fuhrpark“: Große Offenheit, aber hoher Informationsbedarf

Veröffentlicht am 6. Februar 2026

Bidirektionales Laden, auch als Vehicle to Grid (V2G) bezeichnet, gilt als eine der zentralen Zukunftstechnologien an der Schnittstelle von Elektromobilität und Energiesystem. Eine aktuelle Blitzumfrage des Fuhrparkverband Austria zeigt: Das Interesse ist hoch, der Wissensstand jedoch sehr unterschiedlich. Viele Unternehmen stehen noch vor grundlegenden Entscheidungsfragen.

Hohe Bekanntheit, aber kein Selbstläufer

Das Thema bidirektionales Laden ist in der Fuhrparkbranche angekommen. Rund 88 Prozent der Befragten geben an, bereits von bidirektionalem Laden gehört zu haben. Damit ist die Technologie kein Nischenthema mehr, sondern Teil der Diskussion rund um Elektromobilität, Energieversorgung und Kostenoptimierung.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass Bekanntheit allein noch keine Umsetzung bedeutet. Viele Unternehmen beschäftigen sich zwar gedanklich mit dem Thema, sehen sich jedoch mit offenen Fragen konfrontiert.

Wissensstand: Große Spannbreite innerhalb der Branche

Die Selbsteinschätzung des Wissensstands fällt sehr unterschiedlich aus. Im Durchschnitt bewerten die Teilnehmer ihr Wissen mit rund 55 von 100 Punkten. Die große Streuung der Antworten verdeutlicht, dass es innerhalb der Branche sowohl sehr gut informierte Akteure als auch viele Einsteiger gibt.

Das zeigt: Während einzelne Unternehmen bereits tief in technischen, rechtlichen und energiewirtschaftlichen Fragestellungen stecken, befindet sich ein Großteil noch in einer Orientierungsphase.

Woher kommt das Wissen zum bidirektionalen Laden?

Als wichtigste Informationsquellen nennen die Befragten Branchenmedien, Fachveranstaltungen und Webinare sowie den Austausch mit Herstellern und Importeuren. Interne Strategieprozesse und externe Beratungsleistungen spielen bislang eine untergeordnete Rolle.

Das deutet darauf hin, dass bidirektionales Laden aktuell vor allem theoretisch und konzeptionell diskutiert wird. Konkrete Praxisbeispiele, Erfahrungswerte aus realen Fuhrparks und standardisierte Beratungsansätze sind noch vergleichsweise selten.

Große Offenheit, aber viele Unentschlossene

Bei der Frage nach einer möglichen Nutzung von bidirektionalem Laden in Unternehmen zeigt sich: Rund 27 Prozent der Befragten wollen diese Technologie "auf jeden Fall" einsetzen, weitere rund 17 Prozent "eher schon". Rund 33 Prozent sind derzeit noch unentschlossen, während rund 20 Prozent mit "eher nicht", und  nur rund 3 Prozent mit "nein, keinesfalls" antworten.

Daraus lässt sich schließen: Fragen zu regulatorischen Rahmenbedingungen, technischen Standards, Netzanschlüssen, Abrechnungssystemen und Wirtschaftlichkeit sind für viele Fuhrparkverantwortliche noch nicht abschließend geklärt.

Deutlicher Bedarf an Information und Austausch

Besonders eindeutig fällt das Ergebnis bei der Frage nach Weiterbildungsangeboten aus. Rund 58 Prozent der Befragten würden sicher an einem Workshop des Fuhrparkverband Austria zum Thema bidirektionales Laden teilnehmen, weitere knapp 38 Prozent zeigen grundsätzliches Interesse. Das entspricht einer Zustimmungsrate von rund 96 Prozent.

Workshop "bidirektionales Laden" am 18. Februar 2026

Der Fuhrparkverband Austria greift den Wunsch nach fundierter, neutraler und praxisnaher Information auf und veranstaltet am 18. Februar 2026 einen Workshop zum Thema "V2G und bidirektionales Laden". Dieser wird im Hybridformat durchgeführt - zum einen als Präsenzveranstaltung im Hotel Leonardo Schönbrunn, zum anderen als online Live-Stream.

Alle Informationen zum Workshop und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie unter: https://www.fuhrparkverband.at/veranstaltungen/

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